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Katzenhilfe Aachen e.V.

Zu den Themenbereichen TIERVERSUCHE, PELZTIERE und MASSENTIERHALTUNG zeigen wir nachfolgend Auszüge aus dem Informationsmaterial des

Bundesverband der Tierversuchsgegner- Menschen für Tierrechte e.V. 

Die Katzenhilfe Aachen e.V. ist diesem Dachverband als Mitgliedsverein angeschlossen. Weitere, ausführliche Informationsschriften zu diesen Themen können Sie beim Bundesverband anfordern.

Pelztiere

Marter für die Mode Ihr Leben ist eine Folter, ihr Tod eine Qual.

Was Besucher auf deutschen und ausländischen Pelz-tierfarmen zu sehen bekommen, ist wenig schön. Aber es ist nur ein kleiner Aspekt einer großen Tragödie: Bei Haltung und Tötung von Nerz, Iltis und Fuchs, von Sumpfbiber (Nutria), Chinchilla und Marderhund um des Profits willen gibt es zahlreiche Mißstände. Die Folge ist ein Abgrund von Tierquälerei.

Stichwort Haltung:

In deutschen Pelztierkäfigen geht es knüppeleng zu. Die von Haferbeck errechnete Durchschnitts-Nerzzelle ist 90 Zentimeter lang, 30 Zentimeter breit und 45 Zentimeter hoch. sie besitzt eine Grundfläche von 0,3 Quadratmetern und einen Rauminhalt von 0,12 Kubikmetern - für hochaktive Tiere wie Nerz oder Iltis jämmerlich wenig.

Dabei ist so ein Gitterbiotop im Vergleich zu den Mindestmaßen anderer Länder noch relativ groß und übertrifft auch die "freiwilligen Richtlinien" des Zentralverbandes Deutscher Pelztierzüchter (ZPD), der Käfige von 78 mal 30,5 mal 40 Zentimetern für ausreichend hält. Und Haferbeck gibt zu bedenken, daß Pelztiere im Gegensatz zu zahllosen Batteriehühnern, Kälbern, Schweinen und Milchkühen wenigstens noch die Möglichkeit haben, "Lauf- und Springbewegungen" zu vollführen.

Stichwort Tötung:

Der Tod der Pelztiere sollte und könnte eine Erlösung sein, der Endpunkt einer durch und durch jämmerlichen Existenz. Aber die letzte Viertelstunde des Pelzerdaseins wird meist zu einem Höhepunkt von Angst und Qual. Schuld daran ist eine barbarische Verquickung von Grausamkeit, Dilettantismus, Roheit und Schlamperei der Züchter. Haferbecks Datensammlung läßt da keinen Zweifel.

Von 100 Nerzen oder Iltissen werden in der Bundesrepublik 58 durch Vergasung, 25 durch eine Giftspritze, 13 durch Genickbruch und vier durch Elektroschock vom Leben zum Tode befördert. 83 von 100 Füchsen sterben durch Elektroschock, neun durch die Giftspritze, sieben werden erschossen und einer vergast.

Wäre das Leid meßbar, das die Tiere bei den verschiedenen Tötungsmethoden erdulden, läge die Vergasung wohl an der Spitze. Was Grausamkeit angeht, kommt ihr nur der Elektrotod der Füchse nahe. und so verfahren die Nerzzüchter bei der "Pelzernte" im November: Die Tiere werden aus ihren Pferchen geholt und in eine "Tötungskiste" geworfen, meist ein Eigenbaumodell. In der Gaskammer drängen sich oft zehn bis 30 der einzelgängerischen Marder in Todesangst, (ein Züchter stapelt sogar 120 Nerze in eine Kiste!). Dann bläst ein Auto, Moped, Rasenmäher, ein Traktor oder eine Futtermaschine stinkende und heiße Auspuffgase in den Behälter, der oft quälend lange Todeskampf beginnt. 


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